Tipps für den Lebenslauf

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Warum wird deinem Lebenslauf eine so hohe Bedeutung zugemessen?

Der Lebenslauf ist deine Eintrittskarte für eine neue Position und/oder eine neue Karriere. Er entscheidet im ersten Moment, ob du zu einem ersten Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, oder nicht. Daher solltest du dir unbedingt die Zeit nehmen, die Stellenausschreibung genau zu analysieren und das Anforderungsprofil mit deinen Kernkompetenzen abzugleichen.

Alle Angaben, vom beruflichen Werdegang bis hin zu deinen Hobbies, liefern einem potentiellen neuen Arbeitgeber Informationen zu deiner Person. Arbeitgeber suchen nach einem bestimmten Persönlichkeitstyp, der nicht nur die erforderlichen Qualifikationen abdeckt, sondern auch zu der jeweiligen Unternehmenskultur und dem Team passt.

 

Ein gut formulierter Lebenslauf gibt ein ansprechendes Bild von dir wider, während er deine Errungenschaften und Zielsetzungen beschreibt, welche dir den Weg zu dem ersehnten Vorstellungsgespräch ebnen.

Heutzutage erhalten Personalberatungen und Führungskräfte sehr viele Lebensläufe für die ausgeschriebene Vakanz. Aus diesem Grund kommt es darauf an, mit deinem Lebenslauf und deinem Anschreiben aus der Masse hervorzustechen.

 

Die grundlegenden Prinzipien für die Anpassung deines Lebenslaufs:

  • Achte darauf, dass von dir beschriebenen Kompetenzen mit denen in der Stellenausschreibung geforderten übereinstimmen.
  • Verwende ähnliche Begrifflichkeiten. Dadurch fühlt sich der Leser stärker angesprochen und es wird ein Gefühl der Verbundenheit hergestellt.
  • Solltest du nicht über die geforderte Berufserfahrung verfügen, demonstriere deine Lernbereitschaft.
  • Fokussiere dich auf das Relevante, ABER bedenke immer: Das was nicht im Lebenslauf steht, wird als nicht vorhanden angenommen.

Die Wettbewerbssituation auf dem Arbeitsmarkt für spannende Vakanzen, macht es in zunehmendem Maße wichtig, dass man Job-spezifisch seinen Lebenslauf individuell anpasst.. Bewerber, die sich die Zeit nehmen, ihre Bewerbung zu prüfen und gezielt zu überarbeiten, verschaffen sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.

 

Allgemeine Tipps & Tricks

Stell dir deinen Lebenslauf wie eine Verkaufsbroschüre vor. In dem Wort Bewerbung ist schließlich das Wort Werbung verborgen. Zunächst einmal besteht dein einziges Ziel darin, eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhalten.

Deine Qualifikation können noch so hervorragend und Berufserfahrung noch so relevant sein, du musst jedoch auch in der Lage sein, dies auf Papier zu bringen.

Dein Lebenslauf muss makellos präsentiert sowie leicht nachvollziehbar sein und eine klare und prägnante, in passender Sprache formulierte Beschreibung, deiner Person enthalten.

 

Beachte folgende Punkte:

  • Versuche den CV sauber und ordentlich zu strukturieren, so dass er leicht leserlich und verständlich ist.
  • Verwende Bulletpoints und klare Abgrenzungen, damit der Lesefluss funktioniert.
  • Gib keinen Raum für Interpretationen. Erläutere deine Wechsel, erkläre deine Funktion, Erfolge und Zuständigkeiten. Verwende Zahlen, um deine Verantwortungen zu untermauern.
  • Dein Lebenslauf kann bei relevanter Erfahrung einige Seiten lang sein.
  • Deine akademische Laufbahn, Kompetenzen und Berufserfahrung sind das Herzstück deines Lebenslaufs und sollten deine Eignung für die Stelle widerspiegeln.
  • Du hast 10-15 Sekunden Zeit, um den Leser zu beeindrucken und ihn in deinen Bann zu ziehen. Drücke dich präzise, prägnant und zielgerichtet aus.
  • Kurze und knackige Formulierungen lassen sich leicht lesen und erregen Aufmerksamkeit.
  • Solltest du Berufsanfänger sein, kann es lohnenswert sein, deine Leistungen, deine Gruppenprojekte, ehrenamtliche Tätigkeiten, außerschulische Aktivitäten, erhalten Auszeichnungen usw. hervorzuheben.

Zu den von Arbeitgebern am meisten gefragten Eigenschaften gehören:

  • Bereitschaft zur Aneignung neuer Kompetenzen und Anpassungsfähigkeit
  • Fähigkeit unter Druck zu arbeiten und effektiv zu kommunizieren.
  • Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit und Fähigkeit, ein Team Player zu sein, der jedoch auch Initiativen ergreift.
  • Zur Unternehmenskultur passend und mit einer positiven Grundeinstellung.

 

So strukturierst du deinen Lebenslauf

Grundstruktur:
  1. Kurzprofil mit Kontaktdaten
  2. Berufserfahrung, anti-chronologisch (beginnend mit der aktuellen Position)
  3. Bildung
  4. Kompetenzen
Kurzprofil

Das Kurzprofil in deinem Lebenslauf liefert Informationen zu deiner Motivation. Du legst deinem potentiellen neuen Arbeitgeber die Gründe dar, warum du für diese Vakanz die bestgeeignetste Person bist, was dich dazu motiviert. Organisiere die Informationen nach ihrer Priorität, so dass das Wichtigste zuerst kommt, nicht jedoch die Angaben zu deinem Wohnort, Alter oder der von dir besuchten Schule.

 

Berufserfahrung

Du solltest deine Berufserfahrung knapp und bündig darlegen mit einer Beschreibung deiner aktuellen Position einschließlich der Ziele und Aufgaben. Verwende dabei ähnliche Terminologie wie in der Stellenbeschreibung. Die geforderten Kompetenzen sollten in mehreren Beispielen thematisiert werden. Dies zeugt von einer fundierten Erfahrung.

Gern gesehen im beruflichen Werdegang sind auch Errungenschaften der jeweiligen Funktion, insbesondere wenn diese für den Arbeitgeber von Bedeutung sind.

Verwende Beispiele, die mit der Position für die du dich bewirbst, relevant sind.

 

Zusätzliche Tipps:
  • Die Berufserfahrungen sollten in anti-chronologischer Reihenfolge aufgeführt sein, beginnend mit deiner aktuellen Position.
  • Stellenbezeichnungen und Firmennamen werden in der Regel im Untertitel genannt (wenn du für ein eher unbekanntes Unternehmen gearbeitet hast, ist es sinnvoll, die Spezialisierung des Unternehmens anzugeben, z. B. Marketing Executive, Premiere People, Personalberatung).
  • Die für die jeweilige Herausforderung relevanten Berufserfahrungen solltest du am detailliertesten beschreiben.
  • Dabei sollten die wichtigsten Zielsetzungen, Verantwortungsbereiche, Aufgaben und Errungenschaften einbezogen werden, um die dafür erforderlichen Kompetenzen und Fähigkeiten abzubilden.
  • Preise deine Verdienste an und nutze dabei Ausdrücke wie entschlossen, implementiert, kreiert, entwickelt, koordiniert und konzipiert.
  • Wo es möglich ist solltest du Beträge, Zielsetzungen und Kennzahlen angeben.

 

Bildung

Der Abschnitt Bildung beschreibt deine schulische und akademische Laufbahn. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, zusätzliche Leistungen hervorzuheben, wie z.B. ein Beispiel für Führungsqualitäten, Teamarbeit durch Sport oder einfach proaktive Aktivitäten während des Studiums.

 

Kompetenzen/Hobbys und Errungenschaften

Kompetenzen sind in Bewerbungen oftmals zentrale Stichworte, die die für die Stelle erforderlichen Eigenschaften beschreiben, z.B. IT-Kenntnisse oder Teamarbeit. Manchmal sind diese Fähigkeiten nicht relevant für deine Ausbildung oder deine aktuelle Anstellung, aber du kannst jederzeit darauf zurückgreifen. Bei der Angabe deiner Hobbys ist Antizipation gefragt. Zum Beispiel:

Kompetenzen

  • Sicherheit im Umgang mit Microsoft Excel, Word, Powerpoint und Publisher
  • Besuch einer Adobe Illustrator Schulung mit Zertifikat.

 

 

Hobbys und Errungenschaften:

  • Netball-Captain, Dank Teamarbeit wurden Siege bei 8 Turniere in 2 Jahren erzielt.
  • Mitglied des Editorenteams für den Jahresbericht – Entwurf des Seitenlayouts und das Organisieren/Sammeln von Schülerfotos aus dem vergangenen Jahr.

 

Lücken im Lebenslauf erklären

Lücken im Lebenslauf ohne sinnvolle Erklärung wirken negativ und können zu einer sofortigen Ablehnung deiner Bewerbung führen. Erkläre zwischen 2 Positionen die Gründe für die Lücken in deinem beruflichen Werdegang. Es kann völlig legitime Gründe dafür geben und du solltest dies ausreichend klarstellen und dabei keine Zweifel offen lassen.

 

Vollkommen akzeptable Gründe sind:

Arbeitslosigkeit

Du warst arbeitslos – wahrscheinlich einer der häufigsten Gründe für eine Unterbrechung in deinem beruflichen Werdegang. Dies kann bei jedem vorkommen. Geh ganz offen und ehrlich damit um und erkläre, wie du diese Zeit genutzt hast. Wenn du zum Beispiel entlassen wurdest, solltest du etwaige ehrenamtliche Tätigkeiten oder absolvierte Schulung angeben. Es ist wichtig, alle konstruktiven Aktivitäten hervorzuheben, denn dies zeugt von einer positiven Einstellung – denk daran, dass Arbeitgeber die Berufserfahrung überprüfen. Unehrlich und unzuverlässig wirken ist vermutlich das Letzte, was du möchtest. Deshalb solltest du am besten ganz direkt sein und die Wahrheit sagen.

Arbeitslosigkeit lässt eine Lücke in deinem Lebenslauf entstehen, die du nicht beeinflussen kannst. Dein Umgang damit hat jedoch großen Einfluss auf dein Selbstvertrauen. Daher ist es notwendig, dass du dich optimistisch gibst, um deine Chancen für eine Einladung zu erhöhen.

 

Reisen

Dies ist ein Umstand, für den du selbst die Verantwortung trägst – viele Studenten reisen nach dem Abitur eine gewisse Zeit, um andere Kulturen kennenzulernen. Dies ist vollkommen akzeptabel. Wenn du für mehrere Monate in einem Land gelebt hast, solltest du auf die etwaige Teilnahme an einem Sprachkurs hinweisen. Dadurch zeigst du, dass du flexibel bist und offen für die Interaktion mit Personen aus anderen Kulturkreisen.

 

Elternzeit

Das ist etwas ganz Normales. Deshalb solltest du deinen Wert bei deiner Rückkehr in den Beruf nicht unterschätzen. Bekräftige mit Nachdruck, dass du sehr motiviert bist, wieder voll einzusteigen und deine Kompetenzen einzubringen.

 

Krankheit

Dies ist ein heikles Thema, aber wenn die Lücke beträchtlich ist, bedarf es natürlich einer Erklärung. Du solltest dich vor allem darauf konzentrieren, dass es dir jetzt wieder gut geht und du motiviert bist.

 

Pflegetätigkeit

Auch hier ist Ehrlichkeit gefragt – in Deutschland arbeiten fast 8 Millionen pflegende Angehörige – das entspricht jeder zehnten Person und es werden immer mehr. Wichtig ist in dieser Situation, zu erklären, dass du bereit bist für einen Neuanfang bist und wieder Teil eines Unternehmens sein willst.

 

Weiterbildung

Viele Personen nehmen sich eine Auszeit, um ihre Kompetenzen auszubauen und ihre Qualifizierung zu verbessern. Gib den Namen und die Adresse der Universität oder Bildungseinrichtung an, sowie gegebenenfalls die Kontaktdaten eines Kursleiters.

 

Unerklärte Lücken

Wenn du eine aus welchen Gründen auch immer entstandenen Lücke unerklärt lässt, wird der Arbeitgeber an deiner Zuverlässigkeit und deinen Fähigkeiten zur Erledigung von Aufgaben zweifeln und es ist sehr unwahrscheinlich, dass du zum Bewerbungsgespräch eingeladen wirst.

 

Eine Lücke muss nicht zwangsläufig negativ sein, vor allem wenn du sie zur Weiterbildung genutzt hast. Denn dies beweist, dass du ambitioniert und tatkräftig bist. Eine Lücke in deinem Lebenslauf mag innerhalb oder außerhalb deines Kontrollbereichs liegen. Was auch immer der Grund dafür ist, es kommt vor allem darauf an, dass die Erklärung positiv von deinem Gegenüber wahrgenommen wird.